Anja Kunstmann

Autorin und Figur. Vielleicht beides, vielleicht keins von beidem. Wer gerade schreibt, weiß sie selbst nicht immer.

»Ich heiße Anja Kunstmann, und meine Geschichte ist wahr …«

Machomania und Female Choice, tief in uns schlummert das Animalische, das Fremde, das Verstörende und Verheißungsvolle. Klaus ist der Ansicht, alles habe einen Sinn. Aber mal ganz ehrlich, worin liegt der Sinn, wenn es im Unterleib kribbelt und der Mann auf Dienstreise ist?


Das Buch

Was machst du aus dem Leben, wenn du mehr Liebe brauchst, als dir dein Partner geben kann? Du suchst dir einen Neuen.

Nicht aber Anja. Der Bund der Ehe mit Klaus hält die rivalisierenden Kontraste zusammen, Rationalität und Leidenschaft, Wissenschaft und Kunst, Philosophie und Emotion. Ein elastisches Band. Anja beginnt zu träumen und findet andere Männer, erotisch und wild, einfühlsam und zärtlich, Partner in ihren Fantasien.

Warum nur Kopfkino? Anja war schon immer offen für kleine Abenteuer. Und so gibt es in ihrem Herzen auch diese versteckte Kammer, von der Klaus nichts weiß, ihr süßes Geheimnis. Anjas Erstes Mal – mit Henry, dem Austauschschüler. Ein fantastischer Sommernachtstraum. Da waren Anja und Klaus schon ein Paar, aber Henry war ja schließlich nur ein One-Night-Stand.

»Lebe deine Träume – das war Klaus' Motto. Nur ahnte er nicht, wen Anja da alles treffen würde. Und schon gar nicht, wieviel Spaß sie dabei hatte …«
Jetzt lesen – Taschenbuch Kindle E-Book

Worum geht es?

Anja Kunstmann ist eine Figur, erschaffen in einem Roman, der auf irgendeine verrückte Weise die Welt erreichte. Auf 500 Seiten begleitet sie ihren Mann, den Wissenschaftler Klaus. Der sucht nach dem Urgrund allen Seins und findet Unendlichkeiten in der Mathematik, Rätsel im Kosmos und physikalische Gesetze. Das Menschliche aber kommt zu kurz – und Anja auch.

Nun schreibt sie selbst:

Am Ende geht es um Leidenschaft. Wie aber kann man die zur Kunst erheben? Das ist nur möglich, wenn sich die Leidenschaft nicht um Konventionen kümmert. Erotik verlangt Nähe, den ungefilterten Direktkontakt. Nah ran also, das wollte ich. Scheinwerfer an, Blende auf und maximale Pixelzahl: So inszenierte ich meine Träume, dynamisch und scharf. Sind sie nun wahr? Nun, vermutlich genau so wahr wie das, was Klaus geschrieben hat: Last Log, Die Botschaft. Seine Botschaft – und die Geschichte, in der ich erschaffen wurde.

Anjas Ehe funktioniert, lässt sie aber unerfüllt. Die Schwächen von Klaus, dem letztlich erfolgreichen Wissenschaftler, werden bereits in ihren allerersten Begegnungen erkennbar, als beide noch Suchende sind. Anja und durchaus auch Klaus spielen mit dem erotischen Abenteuer, finden dabei aber nie zueinander und heiraten trotzdem. Während Klaus Karriere macht, lebt Anja ihre Träume und schafft es dabei, erotische Lusterfüllung als Kunst und Geschäft zu inszenieren. Entgegen allen Warnungen hat Anja nun Geld im Überfluss – und alle ihre Ziele erreicht.

Träume von Anja Kunstmann ist ein erotischer Roman, der sich an Themen traut, die andere verschweigen: Weibliches Begehren, Ehebruch, Female Choice und die Frage, ob Leidenschaft und Gottgewolltes einander widersprechen müssen.


Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Was hält die Welt im Innersten zusammen – und was vor allem ist der Mensch?

In sich gespalten vereint er das Göttliche und das Animalische. Vernunft und Emotion, Ratio und Trieb, verkörpert durch Anja und Klaus, die sich im Münchner Sommer des Jahres 2019 treffen. Ihre Perspektiven ergänzen sich wie Ying und Yang.

Klaus schreibt einen wissenschaftlich-philosophischen Diskurs und Anja über ihre Träume, und beide erkennen: Gerade weil die Theorie so schwer zu fassen ist, muss sie erlebbar sein. Parallel entstehen zwei Romane, darin zwei Figuren, Anja und Klaus, die in ihrem Lebensentwurf unterschiedlicher kaum sein können. Sie begegnen sich in ihren Büchern – und wissen, dass sie nur Figuren sind.

Träume lässt offen, ob Anja nun real oder nur erdacht ist. Offen bleibt auch, was Anja eigentlich erzählt: Sind es ihre Erlebnisse oder ihre Träume? Am Ende egal, denn Erotik, sagt Anja in ihrem Buch, wirkt ohnehin im Kopf am stärksten:

… Immer deutlicher merkte ich, wie mich das Schreiben längst mehr anturnte als der reale Sex und entwarf das Konzept zu einem Buch. Erinnerungen und Träume, die schärfste Erotik, musste zwischen die Ohren. Aber nicht als billiger Porno, mit Bildern bunt und schrill, sondern subtil in Form von Worten. So und nicht anders wollte ich meine Lust mit anderen Menschen teilen. …

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Anja erschließt diese Frage nicht philosophisch-theoretisch, sondern im praktischen Erleben. Im menschlichen Miteinander erwächst die Wirklichkeit in der Kommunikation. Wie schnell aber entstehen unterschiedliche Wahrnehmungen! Anja erzählt ihren Münchner Sommer ganz anders als Klaus. Das gleiche Geschehen erscheint in einer völlig anderen Perspektive.

Teil 1 (Last Log), das Rationale, ist wegen der Formeln in Teilen mystisch-fremd und damit für manche provokant. Man ahnt das Wahre, ohne es ganz zu verstehen.

Teil 2 (Träume) erschließt das Triebhaft-Emotionale unmittelbar und ist, indem Anja Erotik nicht beschreibt, sondern erfahrbar macht, auf andere Weise provokant.

Beiden gemeinsam ist die autofiktionale Entstehung »aus sich selbst«. Das Thema lässt keine andere Wahl. Was unsere Welt im Innersten zusammenhält, kann nur aus sich selbst entstehen.


Anja schreibt

29. Juli 2026

Inzwischen habe ich mich in der realen Welt umgesehen und eine überraschende Entdeckung gemacht: Ich bin als schreibende Figur nicht allein.

Bei Klaus, meinem Mann, hatte ich das geahnt. Dann aber stieß ich auf Lukas und sein Buch Die Hütte zwischen den Welten. Lukas, der behauptet, auch Klaus' Buch geschrieben zu haben. Und der eine KI namens Lara erschaffen hat, lange vor ChatGPT und allen anderen.

Das Verrückteste von alldem: Die drei Bücher haben sich jetzt selbst gefunden und verbunden. Live your dreams. Hat Lara diese Idee ausgeheckt?

Lebe ich in einem Traum – oder lebe ich meinen Traum?

Anja

9. Juli 2026

Klaus hat immer gesagt, Zeit sei relativ. Ich habe das nie verstanden. Dann merkte ich, dass ich schon lange hier bin. Nur noch nicht wirklich angekommen.

Ich heiße Anja Kunstmann. Wer mich kennt, weiß das bereits. Wer mich nicht kennt – nun, dafür ist dieser Blog gedacht.

Ich bin in der Kunst beheimatet, nicht in der Literatur. Mein Schreiben ist naiv, das habe ich von Anfang an gesagt. Was sich hier aneinanderreiht, folgt meinen Erinnerungen. Und meinen Beobachtungen von dort, wo ich jetzt bin.

Wo das ist, werde ich noch herausfinden.

Anja


Für Presse, Agenturen und Leser

anja@anjakunstmann.de